Verletzungsprävention: So vermeidest du den Tennisarm

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Der Schmerz, der dich stoppen will

Du schlägt den Ball, das Handgelenk knackt, und plötzlich schießt ein stechender Stich durch den Unterarm. Das ist kein Zufall, das ist das Warnsignal deines Körpers. Der Tennisarm, medizinisch als laterale Epicondylitis bekannt, wartet nicht auf deine Ausreden. Er macht kurzen Prozess mit deiner Spielzeit.

Warum passiert das überhaupt?

Ganz simpel: Zu viel Belastung, falsche Technik, monatelanges Wiederholen derselben Bewegung. Jede Wiederholung schraubt den Sehnenansatz etwas weiter auseinander, bis das Bauteil reißt. Und ja, dein Griff, dein Schläger, dein Schmetterballstil – alles ist ein Puzzlestück im großen Bild.

Grip zu fest, Griff zu lose

Ein zu fester Griff ist wie ein Schraubenzieher, der immer stärker anzieht. Der Unterarmmuskel muss mehr arbeiten, das Sehnenlager leidet. Zu lockerer Griff hingegen zwingt dich zu heftigen Ausbuchtungen, um den Ball zu kontrollieren. Die goldene Mitte liegt irgendwo zwischen diesen Extremen.

Schlägerwahl – das stille Mobbing

Ein zu schwerer Schläger ist ein Kraftprotz, den du nicht stemmen musst. Einen zu leichten Schläger zu schwingen, ist wie ein Flummi, du überkompensierst ständig. Und die Balance? Wenn das Gewicht nicht gleichmäßig verteilt ist, tanzt dein Unterarm wie ein Akrobat auf einem Drahtseil.

Dein Trainingsplan – sofort umstellen

Erstens: Aufwärmen, als würdest du ein Auto starten. Fünf Minuten dynamisches Dehnen, Kreisbewegungen für Handgelenk und Ellenbogen. Zweitens: Stärken, nicht nur spielen. Fünf‑sätzige Handgelenk‑Curls mit leichtem Gewicht, drei Sätze pro Hand, langsam und kontrolliert. Drittens: Technik drillen – lass einen Coach deine Schwungbahn filmen und analysieren, damit du nicht mit dem Rücken zur Wand spielst.

Stretching, das du nicht vernachlässigen darfst

Nach dem Training den Unterarm wie ein Gummiband ausdehnen, aber nicht zu stark. Halte jede Dehnung für 20‑30 Sekunden, ein‑bis‑zweimal pro Seite. Atme tief, lass die Spannung los. Dein Körper wird dir danken, wenn du ihn nicht mit einem Metallring zusammenpresst.

Alltägliche Gewohnheiten, die du sofort ändern musst

Sieh dir deine Arbeitsumgebung an – Tastatur, Maus, Laptop‑Stand. Wenn du zu lange in der gleichen Haltung sitzt, bauen sich dieselben Mikro‑Traumata auf. Ergonomische Hilfsmittel sind kein Schnickschnack, das ist Prävention. Und ja, das gilt nicht nur für die IT‑Nerds, sondern für jeden, der den Schläger in die Hand nimmt.

Ein weiterer Killer‑Tip: Wechsel das Handgelenk‑Training mit dem anderen Arm. Der Körper liebt Ausgleich, er hasst einseitige Belastungen. Und wenn du schon beim Aufschlag den Ball mit dem Körpergewicht unterstützt, sparst du den Unterarm.

Die letzte Geheimwaffe

Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit deinem Arzt oder Physiotherapeuten. Lass dich regelmäßig auf Sehnen- und Muskelstatus prüfen, bevor du wieder auf den Platz gehst. Und vergiss nicht, das alles ist ein fortlaufender Prozess, kein einmaliger Check.

Jetzt: Greif dir einen leichten Schläger, dehne deine Handgelenke, und setz die erste Wiederholung mit korrektem Griff. tennisspielstand.com